Jan Plewka singt Simon & Garfunkel in Worpswede

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Ein Hauch von Stille in der Worpsweder Musichall

Jan Plewka singt Simon & Garfunkel in Worpswede

Worpswede. Die unverwechselbare Stimme Jan Plewkas war schon von draußen, durch die geschlossenen Fenster der Worpsweder Musichall, zu hören. Allerdings waren die Gäste schon ganz ungeduldig, denn die Türen der Musichall öffneten sich erst gegen 20:20 Uhr, da der Soundcheck länger dauerte als erwartet. Um kurz nach 21:00 Uhr kamen die Musiker alle nacheinander auf die Bühne. Die Show begann mit einer düsteren Vorleserunde, aus der deutschen Fassung von „Sound of Silence“, und Feuerzeugen, die im Takt klickten. Jan Plewkas Aschenbecher brannte auf dem Bühnenschreibtisch. Dies verwirrte die Zuschauer zuerst, denn alle dachten wohl, sie würden zu aller erst Musik hören. Danach folgten die berühmten Simon & Garfunkel-Hits wie „The Boxer“ und „Mrs. Robinson“. Auch an Möglichkeiten für Karaoke fehlte es nicht, als das Publikum zu Texttafeln den Song „Bridge over troubled water“ singen durfte. Eine langsame, melancholische Version des Songs „Cecilia“ voller Herzschmerz, sowie zarte Gitarrenklänge zu „Old Friends“ und „The 59th Street Bridge Song“ ließen Gänsehaut verspüren. Das Highlight waren Einspieler des Films „The Graduate“ („Die Reifeprüfung“), in der die besungene Mrs. Robinson auf einer großen Leinwand erschien. Sänger und Schauspieler Jan Plewka führte mit seiner charmanten, witzigen Art einen Dialog mit der hübschen und selbstsicheren Dame, die ihn verführen wollte. Die Leute lachten und antworteten mit tobendem Applaus. Als die Menge aufgefordert wurde, beim Refrain von „Sound of Silence“ im Klang der Stille zu verbleiben, ging etwas schief, denn es wurde stattdessen gesungen …

Lieven Brunckhorst (Klavier), Marco Schmedtje (Gitarre), Martin Engelbach (Schlagzeug), Dirk Ritz (Bass) und Jan Plewka gaben den Songs des 60er Jahre Duos ein neues rockiges, düsteres Gewand, das sich hören lassen kann. Zum Schluss gab es noch eine Zugabe des Songs „Mrs. Robinson“, bei dem Plewka zum Aufstehen, Tanzen und Mitsingen animierte. Wer in den ersten Reihen saß, tat dies sicher sehr gut, da die Bühne insgesamt sehr hoch war und man vom Hochgucken nach zwei Stunden Konzert möglicherweise schon einen steifen Hals hatte.

(c) Christina Angrabeit

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