Zeigst du deinem Gegenüber Respekt, wirst auch du respektiert

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Soundbar

Ich war für DeutschFM im Interview mit der Band Soundbar.
Die Gruppe war die letzten Tage im Tourstress, hatte aber kurz Zeit ein paar Fragen zu beantworten.

Erzählt doch zuallererst etwas über Euch. Wie habt Ihr Euch kennengelernt?

Soundbar: 2008 haben Andy und Harry nach einem Spaßauftritt bei Freunden angefangen Musik zu machen. Nach einer Jamsession mit einer Liveband haben wir gemerkt wie es ist, wenn Musik nicht vom Band, sondern live mit Instrumenten umgesetzt wird und dadurch greifbarer und lebendiger klingt. Ende 2010 haben wir uns mit Freunden im Proberaum getroffen, um zu jammen, und so entwickelte sich das Ganze langsam zu der jetzigen Formation mit Daniel am Bass & Posaune, William an der E-Gitarre, Marvin am Schlagzeug, Liss, Harry und Andy bilden die Vocals.

Welche Funktion hat jeder Einzelne in der Band?

Soundbar: Harry, Andy und Liss schreiben die Texte und gemeinsam mit den Musikern erarbeiten wir die Songs. Da wir alle, was Musikgeschmack betrifft ,sehr unterschiedlich sind, entsteht auch ein ganz eigener Sound.

Drei Vocals in einer Band sind nicht alltäglich. Wie kam es zu dieser Konstellation?

Souundbar: Nur Rap war uns zu langweilig, wir haben immer schon sehr melodische Songs geschrieben und eine Stimme, wie die von Liss, frischt das Ganze einfach auf und verleiht den Songs eine gewisse Leichtigkeit.
Mit gerappten Strophen bringen wir lyrisch alles zum Ausdruck, was gesagt werden will. Die gesungenen Refrains bekommen dann eine Melodie, die hängen bleiben kann.

Was symbolisiert für Euch der Bandname Soundbar?

Soundbar An einer Bar holt man sich im Normalfall ein kühles Getränk, bei uns holt man sich einen frischen Sound mit Texten, die einen zum Feiern oder Nachdenken bringen.

Die erste Single-Auskopplung ist der Song „Mississippi“.
Weshalb habt Ihr Euch für dieses Lied entschieden und wovon handelt es?

Soundbar: „Mississippi“ ist von uns als Single Auskopplung gewählt worden, weil der Song alle musikalischen und lyrischen Kriterien für uns erfüllt und er ganz besonders die Vielseitigkeit von uns repräsentiert.
In dem Song geht es um eine Person, die alle sozialen Kontakte abgebrochen hat, ohne einen roten Faden im Leben. Um eine Person, die sich auf der Suche nach dem
Glück, auf falschen Wegen befindet.
Am Ende wendet sich das Blatt und es wird deutlich, dass diese Person doch ganz genau weiß, dass sie auf dem richtigen Weg ist und ihren Platz finden wird.

Ihr beschreibt Euren Sound als Indi-Hip-Pop und werdet viel mit Culcha Candela, Fettes Brot und Seeed verglichen. Was meint Ihr, hebt Euch von den genannten Bands ab?

Soundbar: Abheben würden wir vielleicht nicht sagen, wir sind definitiv anders und dadurch, dass wir viele Einflüsse aus verschiedenen Musikrichtungen einfließen lassen, klingt der eine oder andere Song ähnlich wie Seeed oder Culcha Candela, aber als Gesamtpaket klingt es nach Soundbar.

Eurer Album heißt „Akita-Mani-Yo“ Weshalb habt Ihr diesen Titel gewählt und was bedeutet er?

Soundbar: „Akita Mani Yo“ kommt aus der indianischen Sprache der Sioux und bedeutet übersetzt: „Beobachte alles auf deinem Weg.“ In der heutigen Zeit ist es wichtig, die Augen nach den positiven Dingen offen zu halten. Wir sind umgeben von so viel negativen Einflüssen und Informationen, angetrieben durch Medien und manche Mitmenschen, dessen Meinung wir oft als normal annehmen und wir nicht merken, wie uns das runterzieht oder unsere Ansicht verdreht. Wir sind schneller dabei über das Wetter zu nörgeln, als jemandem ein liebes Lächeln zu schenken.

Liss, Du bist die einzige Frau unter den anderen männlichen Bandmitgliedern.
Gibt es da manchmal Chaos oder Streitigkeiten?

Soundbar: Mit den Jungs zusammen zu arbeiten ist recht entspannt. Man kann sich das wie in einer Familie vorstellen. Die Fünf sind für mich wie Brüder und uns verbindet die Leidenschaft zur Musik. Da kommt es auch schon mal vor, dass bei uns Chaos herrscht, wie in jeder guten Familie. Streitigkeiten gehören dazu, aber genauso auch Harmonie!

Wie kam es dazu, dass Ihr früher in Gefängnissen gespielt habt? Und was nehmt Ihr aus dieser Zeit mit?

Soundbar: Während der Gefängnistour haben wir gelernt den Mensch ohne Vorurteile zu begegnen. Diese Menschen haben schlimme Dinge getan, keine Frage, aber wir wollten ihnen ein Stück Hoffnung bringen und da ist es uns egal gewesen, weshalb die da waren. Wir sind alle Menschen, und Menschen machen Fehler. Bei diesen Konzerten ging es weniger um uns sondern, um die Menschen die uns zugehört haben. Die größte Regel, die sich dort entpuppte war: Zeigst du deinem Gegenüber Respekt, wirst auch du respektiert.

Derzeit seid Ihr mit Culcha Candela auf Tour. Wie waren Eure Erlebnisse bis jetzt?

Soundbar: Es bleibt eine unvergessliche Zeit mit einer wunderbaren und lieben Crew, mit tollen Menschen, die man kennen lernen durfte und sehr viel Erfahrung, die wir für immer mitnehmen.

Was sind Eure nächsten Pläne?

Soundbar: Jetzt genießen wir erst mal die Zeit zuhause und dann bereiten wir uns schon auf 2016 und ein neues Album vor.

Eure Message an die Leser dort draußen?

Soundbar: Wir haben als Band schon viel durchgemacht und einige aussichtslose Momente durchlebt. Das Einzige was uns immer wieder aufgebaut hat, ist unser Glaube und der Respekt gegenüber den Fans und den Menschen um uns rum! Bleibt positiv!

Interview: Christina Angrabeit

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Infos zur Band auf
www.soundbarcity.de
zum Album „Akita Mani Yo“
www.amazon.de/dp/B014K2N7YO
Fragen Angrabyte.Journalism für ‪#‎deutschFM‬
‪#‎Soundbar‬
‪#‎AkitaManiYo‬

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